Solidarität nach Maß

Ein StattAuto-Mitglied macht - kritisch betrachtet von einem Helfer - einen Handstand

Carsharing liegt im Trend. Immer mehr Menschen verzichten auf ein eigenes Auto und teilen sich mit anderen ein Fahrzeug. In Deutschland gibt es inzwischen viele professionelle Anbieter, jedoch nur eine Carsharing-Genossenschaft – die StattAuto eG in Lübeck und Kiel.

Bei der Gründung der Genossenschaft 1991 nutzten 20 Mitglieder ein gemeinsames Fahrzeug. Inzwischen ist die Genossenschaft auf über 600 Mitglieder und 3.600 Nutzer und Nutzerinnen angewachsen. Diesen stehen derzeit rund 170 Autos an 74 Standorten in Lübeck, Kiel und Umgebungen zur Verfügung. Zu den TeilnehmerInnen gehören vor allem Privatpersonen. Aber auch immer mehr Vereine, Freiberufler und kleine und mittelständische Unternehmen nutzen das CarSharing-Angebot statt einen eigenen Fuhrpark vorzuhalten. Ergänzt wird die Flotte durch die ersten Elektrofahrzeuge (insgesamt 6 in Kiel und Lübeck), die vor allem im Stadt- und Umlandverkehr schon jetzt eine Alternative zu Benzin betriebenen Autos darstellen.

Carsharing spart Autos und damit Parkraum ein, der in den Städten anderweitig genutzt werden kann. Jede/r zweite Nutzer/in hat vor dem Einstieg ein eigenes Auto besessen, das abgeschafft wurde, bzw. hat auf die Wiederanschaffung eines (Zweit-)Wagens verzichtet.

Die Gründer der StattAuto eG haben bewusst die Genossenschaft als Unternehmensform gewählt. Überschüsse werden direkt in neue Fahrzeuge und Stationen investiert und kommen auf diesem Wege allen Mitgliedern und NutzerInnen unmittelbar zugute. Damit wird das Netz an Fahrzeugen immer dichter und der Komfort der kurzen Wege zu den Stationen immer besser. Anfang 2017 nutzten in Deutschland bereits 1,7 Millionen Menschen über 17.000 Carsharing-Autos in rund 600 Städten – Tendenz stark steigend.

Die aktuelle Satzung zum Download