In einem lesenswerten Beitrag auf UTOPIA.de vom 4. März berichtet die Autorin Katharina Siegl über die Vorzüge des Carsharings. Sie hebt aber auch hervor, wo unerwartete Kosten entstehen können und gibt Tipps, wie man potentielle Kostenfallen vermeiden kann. Wir möchten den Leser:innen unseres StattAuto-Blogs diesen Beitrag auf UTOPIA sehr empfehlen. Im Folgenden eine kurze Zusammenfassung und Stellungnahme zu den wichtigsten Aussagen des Beitrags:
Autorin Katharina Siegl hebt hervor, dass Carsharing deutlich günstiger sein kann als ein eigenes Auto, gerade wenn man wenig fährt. Insbesondere die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln in Kombination mit örtlichen Carsharing-Angeboten könne preislich sehr attraktiv sein. Sie bezieht sich auf einen Kostenvergleich: Mit einem Deutschlandticket und der Nutzung von Carsharing kann man für denselben Betrag, den ein eigenes Auto (inkl. Wertverlust) kostet, deutlich mehr Kilometer fahren.
Der UTOPIA-Beitrag listet aber auch Punkte auf, die bei Nichtbeachtung zu erhöhten Kosten führen können:
Unfallschäden
Carsharing-Anbieter bieten laut Katharina Siegl meist eine höhere Selbstbeteiligung als klassische Mietwagenfirmen, viele ermöglichen es aber, diese gegen einen Aufpreis zu reduzieren.
👍 Bei StattAuto sind alle Fahrzeuge haftpflicht- und kaskoversichert. Im Schadensfall ist von den Fahrtberechtigten eine maximale Selbstbeteiligung von aktuell bis zu 1.750 € zu zahlen. Um diesen Betrag deutlich zu reduzieren, bietet StattAuto Sicherheitspakete an (genannt “SIPAKs”), die hinzu gebucht werden können. Dadurch sinkt die Selbstbeteiligung auf 400 €. Damit liegt die finanzielle Belastung bzw. das Risiko in einem Bereich, der auch bei privaten PKW im Rahmen von handelsüblichen Versicherungsverträgen aufgerufen wird.
Andere Schäden
Unerwartete Kosten können auch bei kleineren Schäden entstehen, die nicht durch Unfälle hervor gerufen werden.
👍 In unseren Hinweisen zur Fahrzeugnutzung ist der Rundgang ums Fahrzeug und die Kontrolle auf Schäden ein ganz wichtiger Punkt. Wir legen diesen Check vor Fahrtantritt allen Nutzer:innen nahe. So dokumentiert man alle Schäden, die größer als eine 2€-Münze sind und meldet diese an den Kundenservice (z.B. kleine Lackschäden, Kratzer oder Dellen) und kommt auf diese Weise nicht selbst als Verursacher:in in Frage.
Gebühren bei Regelverstößen
Laut UTOPIA-Beitrag finden sich bei einigen Carsharing-Unternehmen vereinzelt kritische Vertragsklauseln, die zu ungeplanten Zusatzkosten führen können – zum Beispiel Gebühren für Geschwindigkeitsüberschreitungen, die nur anhand interner GPS-Daten und ohne offizielle Messung berechnet werden. Bei Parkverstößen können bisweilen Strafzettel oder sogar Abschleppkosten berechnet werden.
👍 Behördlicherseits angeordnete Strafgebühren und Bußgelder (“Knöllchen”, “Blitzer”) sind nicht in den Tarifen enthalten. Wir bei StattAuto sind der Auffassung, dass solche Bußgelder Privatsache sind und nicht auf die Allgemeinheit der Nutzer:innen umgelegt werden dürfen.
Preisstruktur
Der UTOPIA-Beitrag rät zur genauen Recherche bei den Carsharing-Tarifen. Die Kosten der Nutzung werden unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren berechnet. Verschiedene Tarifmodelle können bisweilen schwierig zu verstehen sein. So könne es passieren, dass man als Nutzer:in nicht im optimalen Kostenbereich fährt.
👍 Auch StattAuto bietet unterschiedliche Tarife und Sonderkonditionen an. Eine Vielfalt im Angebot ermöglicht es uns, individuellen Bedürfnissen entgegen zu kommen. Wir legen größten Wert darauf, unseren Mitgliedern stets die günstigsten Konditionen zu empfehlen. Wir raten unseren Mitgliedern, den eigenen Tarif von Zeit zu Zeit auf den Prüfstand zu stellen. Passen die Konditionen noch zum eigenen Nutzungsverhalten? Die Kolleg:innen im StattAuto-Kundencenter haben immer ein offenes Ohr für alle Fragen zu den Tarifen – sowohl vor dem Vertragsabschluss als auch innerhalb laufender Verträge.
Der UTOPIA-Beitrag schließt mit einem positiven Fazit: Carsharing könne besonders in Städten helfen, Autos zu reduzieren und Emissionen zu senken. In Deutschland gäbe es jedoch noch viel mehr Privat-PKWs als Carsharing-Fahrzeuge. Verbesserungen seien vor allem bei Angeboten im ländlichen Raum, Vernetzung mit öffentlichen Verkehrsmitteln und klareren Preisstrukturen nötig.
Dem möchte sich StattAuto voll und ganz anschließen. Unser Ziel ist…
- die Förderung umweltfreundlicher Mobilität durch eine Emissionsarme Fahrzeugflotte
- die Entlastung des urbanen Raums indem weniger Privat-PKW den öffentlichen Raum beanspruchen
- die Kooperation von ÖPNV und Carsharing zur Verbesserung regionaler und überregionaler Mobilität
- die Kooperation von Wohnungsbau und Carsharing zur Steigerung der Wohnqualität
- das Praktizieren genossenschaftlicher Werte wie Teilhabe und Mitbestimmung


