Über den Sinn und Zweck des sogenannten “Konjunkturpaketes”, das die Bundesregierung im Juni beschlossen hat, lässt sich trefflich streiten. Immerhin konnten kontraproduktive Maßnahmen (im Hinblick auf den Klimaschutz) wie eine erneute “Abwrackprämie” verhindert werden. Ein wesentlicher Bestandteil des Konjunkturpaketes ist die auf ein halbes Jahr befristete Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent (beim ermäßigten Steuersatz von 7 auf 5 Prozent).

StattAuto hat sich entschieden, die Nutzungspreise nicht anzupassen. Der Hauptgrund sind die erheblichen Auswirkungen der Corona-Krise, die von Mitte März bis Ende Juni bereits zu Umsatzeinbußen in 6-stelliger Höhe geführt haben. StattAuto konnte bislang kein einziges Förderpaket in Anspruch nehmen, weil wir als Genossenschaft über eine ausreichende Liquidität verfügen.  Am Jahresende wird trotzdem ein dickes Minus in der Jahresbilanz klaffen. 75 Prozent unserer Kosten sind fix, sofern wir das Angebot nicht spürbar einschränken. Die ergriffenen Sparmaßnahmen (vor allem Kurzarbeit und Verzicht auf Lohnanpassungen) konnten nur einen kleineren Anteil der Einbußen in Folge der stark gesunkenen Auslastung kompensieren (anfangs minus 60 Prozent, derzeit immer noch minus 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Die indirekte Preiserhöhung für 6 Monate durch Beibehaltung der aktuellen Preisliste hilft uns, das erwartete Defizit um ca. 15 Prozent zu senken. Auf diese Weise hoffen wir, mit einem blauen Auge aus der Corona-Krise herauszukommen, die uns vermutlich auch noch im nächsten Jahr beschäftigen wird.

Wir hoffen auf Ihr/euer Verständnis für unsere Entscheidung. Wir sind stolz und dankbar, dass wir in der zurückliegenden Zeit so viel Zuspruch und Unterstützung seitens unserer Nutzer*innen erhalten haben.
Diese Erfahrung beweist einmal wieder, dass in unserer Genossenschaft Solidarität gelebt wird, wenn es darauf ankommt!

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