Wer in den letzten Wochen am Audimax der Lübecker Universität vorbei gekommen ist, hat sich vermutlich gefragt, was dort entsteht. Zwei neue Elektrofahrzeuge mit einem Aufkleber “ReNuBil” und dem StattAuto-Schriftzug stehen an neu errichteten Ladesäulen neben dem Audimax-Gebäude. Die Vorbereitungen für das gleichnamige Projekt laufen auf Hochtouren. StattAuto ist Kooperationspartner in einem neuen Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit der Universität zu Lübeck. Professor Thomas Franke und Professor Martin Leucker wollen zusammen mit ihren Mitarbeiter*innen in einem sogenannten “Reallabor” Ansätze zur Effizienzsteigerung des bidirektionalen Ladens erforschen. Es geht darum, dass Elektrofahrzeuge in Zukunft aktiv als Energiespeicher für den Ausgleich von Spitzenlasten im Stromnetz benutzt werden sollen. Der Strom kann bei Bedarf also aus den E-Autos zurück ins Stromnetz gespeist werden (deshalb “bidirektional”, d.h. in beide Richtungen). Es handelt sich nicht zuletzt um einen Beitrag zur Energiewende, denn Spitzenlasten erfordern die Vorhaltung von größeren Reservekapazitäten (Kraftwerke im Standby), um bei Bedarf sehr kurzfristig sehr große Strommengen bereitstellen zu können. Welchen Beitrag Elektrofahrzeuge hierzu in Zukunft leisten können, und wie dies mit den Anforderungen und dem Mobilitätsbedarf der CarSharing-Nutzer*innen (in diesem Fall) koordiniert werden kann, ist Gegenstand des Forschungsprojektes.

Wer Lust hat, die Forschung aktiv mit der Teilnahme an Umfragen, Feldstudien und mehr zu unterstützen, kann sich unter www.renubil.de in den Unterstützer-Pool eintragen.

Was bedeutet dies nun für die StattAuto-Kund*innen? Anfang 2021 sollen die technischen Voraussetzungen erfüllt sein, um den Alltagsbetrieb aufzunehmen. In der Kompaktklasse steht dann mit dem Nissan Leaf ein sehr komfortables Reiseauto zur Verfügung. Daneben gibt es den Nissan e-NV200 als e-Transporter. Der geschlossene Kastenwagen hat in etwa die Kapazität eines Kangoo. Wer sich für eine Teilnahme interessiert, schreibt bitte eine Email an projekte@stattauto-hl.de. Er bzw. sie wird nach dem Start von uns freigeschaltet und erhält eine Einführung zu den Besonderheiten der Fahrzeuge und zum Ablauf bei der Nutzung. U.a. sind die beiden Fahrzeuge mit einer neuen Generation von Bordcomputern ausgestattet (“Share Wizard”). Für die erste Fahrt planen wir als Testanreiz ein Fahrtguthaben. Die Einzelheiten müssen jedoch noch mit den Projektpartnern abgestimmt und vom Fördermittelgeber genehmigt werden.

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